Zitate
„Auch der gewaltigste Baum
war als Keimling fein wie Flaum.
Ein Turm von neun Stockwerken
stieg aus einem Häufchen Erde hinan;
eine Reise von tausend Meilen
fängt unter deinem Fuße an.“
– Laotse –
„Herrgott, ich danke dir, daß ich nicht stumm bin,
Daß mir die Sprache leben hilft.
Ohne die Worte, die es klären,
Wäre mein Leben schon verschilft.“
– Eva Strittmatter –
Wer um einen Sinn seines Lebens weiß, dem verhilft dieses Bewusstsein mehr als alles andere dazu, äußere Schwierigkeiten und innere Beschwerden zu überwinden.
– Viktor E. Frankl, Über den Sinn des Lebens – ?
Sinn ist allgegenwärtig. Es gibt keine Situation, in der das Leben aufhören würde, uns eine Sinnmöglichkeit anzubieten, und es gibt keine Person, für die das Leben nicht eine Aufgabe bereithielte.
– Viktor E. Frankl, Das Leiden am sinnlosen Leben –
Jeder Tag, jede Stunde wartet also mit einem neuen Sinn auf, und auf jeden Menschenwartet ein anderer Sinn. So gibt es einen Sinn für einen jeden, und für einen jeden gibt es einen besonderen Sinn.
– Viktor E. Frankl, Das Leiden am sinnlosen Leben –
Wenn Leben überhaupt einen Sinn hat, muss auch Leiden einen Sinn haben. Es kommt nicht darauf an, was man leidet, sondern wie man es auf sich nimmt.
Viktor E. Frankl, Die Sinnfrage in der Psychotherapie, S. 70 – 2. Satz?
Die Freiheit „hat“ man nicht – wie irgendetwas, das man auch verlieren kann -, sondern die Freiheit „bin ich“.
– Viktor E. Frankl, Ärztliche Seelsorge 247 –
Frei sein ist wenig, ist nichts – ohne ein Wozu; aber auch verantwortlich sein ist noch nicht alles – ohne ein Wovor.
– Viktor E. Frankl, Der unbewusste Gott 51 –
Die Freiheit der Person ist nun nicht nur eine Freiheit vom Charakter, sondern auch eine Freiheit zur Persönlichkeit. Sie ist Freiheit vom Sosein und Freiheit zum Anders-werden.
– Viktor E. Frankl, Anthropologische Grundlagen der Psychotherapie 214 –
„Machbar ist, was lehrbar ist.
Liebe ist nicht lehrbar, Liebe ist nur lebbar.“
– Elisabeth Lukas –
„Du sollst nicht gedenken,
daß dich Gott durch ein Wunder gerecht machen will.
Wenn Gott in der strengen Winterkälte
eine schöne Rose aufgehen lassen wollte,
so vermöchte er’s gar wohl,
aber er tut es nicht,
denn er will,
daß es ordentlich geschehe im Mai,
durch Reif, durch Tau und mancherlei Gewitter.
die dazu geordnet und gefügt sind.“
– Heinrich Seuse, II. Predigt: Von vielen Fragen –
„Ich lasse mich nicht hindern zu gestalten, was mich hindert zu gestalten.“
– Karl Kraus, Pro domo et mundo. –
„Fast alles, was uns beschwert und zum Stehenbleiben zwingt, ist ein Warum.“
– Ruth Schaumann –
Das Wissen, die intellektuelle Beherrschung, nimmt ständig zu. Das Begreifen aus dem Ganzen heraus wird immer schwächer. Das Wissen wächst, die Weisheit wird weniger.
– Romano Guardini –
Das spezielle Problem unserer Zeit ist aber das des Menschen selbst; das Problem der Rettung der menschlichen Persönlichkeit vom inneren Zerfall, das Problem der Bestimmung und der Berufung des Menschen.
– Nikolai Berdjajew –
„Gib dir jeden Tag eine Stunde Zeit zur Stille. Außer wenn du viel zu tun hast. Dann gib dir zwei.“
– Franz von Sales –
